Der pinke Pudel

Wahre Schönheit kommt von Innen!

Der rasierte Pudel

Der pinke Pudel: Wahre Schönheit kommt von Innen

Meine Tochter hat viele Kuscheltiere. Von Schildkröte, über Reh bis zum Wal sind einige „Knuddlewuscheltiere“ dabei, die sich hervorragend zum Schmusen und zum Liebhaben eignen. Doch lustigerweise hat sie eines darunter auserkohren, was weder hübsch noch niedlich ist. Eigentlich möchte ich den Begriff gar nicht in den Mund nehmen, geschweige schreiben, da es ein unschönes Wort ist, aber es ist furchtbar hässlich.

Es ist ein Hund. Ein pinker Pudel, der sehr mitgenommen aussieht. Kennt ihr diese armen Hunde, die von Ihren Frauchen zum Hundefrisör geschickt werden? Sie haben dann nur noch Fell auf dem Kopf, um den Hals, um ihre Pfötchen und ein ganz kleiner Fetzen hängt an ihrem Schwänzchen. Dieser Anblick ist zum Heulen. Und am liebsten möchte man diese kleinen oder großen Dinger nehmen und in eine Decke hüllen, damit sie nicht frieren und sich vor den anderen Hunden schämen müssen.

All ihr armen Hündinnen und Hunde, ihr habt mein komplettes Mitgefühl. Darauf ein kräftiges „Wau Wau“!

Die Lektion
Das rasierte Elend meiner Tochter hat Fell, das ähnelt einem alten Flokati. Die „rasierte“ Haut erstrahlt in einem blassen Rosa. Der Kopf des Hundes besteht nur aus Augen. Riesige Augen, die einen anstarren und immer wieder „Warum“ fragen. Warum bin ich pink? Warum bin ich fast nackt? Und warum habe ich so große Augen? Armes Ding.

Jedenfalls liebt meine kleine Tochter diesen Pudel und schleppt ihn überall mit hin. Er darf morgens auf dem Weg zur Kita nicht fehlen und wenn ich sie nachmittags abhole. Er sitzt mit ihr am Tisch und wird abends schlafen gelegt. Es ist sehr süß mit anzusehen.

Kinder kommen zu uns auf die Welt, um uns Erwachsene zu unterrichten. Genauso macht es meine Tochter. Sie lehrt mich eines bessern und verdeutlicht mir mit ihrer Handlung: „Mama schau genau hin und erkenne. Es kommt nicht auf das Äußere an. Wahre Schönheit kommt von Innen.“
Sie hat so recht.

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