Ein Date mit den Wilden

WildkräutersalatFür viele sind sie unscheinbar und für manche Kleingärtner ein Ärgernis. Sie wachsen am Wegesrand und auf Wiesen. Sie erblühen zwischen Steinplatten und dekorieren herrlich bunt die grauen Straßenbeschränkungen.
Wildkräuter sind nicht nur gesund und helfen uns bei Krankheiten, sondern sie sind auch verdammt köstlich

Das Thema Wildkräuter und welchen Nutzen der Menschen durch sie hat, begegnet mir momentan sehr häufig. Vor kurzem begleitete mich ein sehr liebenswertes Rentnerpärchen aus Bayern auf meiner kulinarischen eat-the-world-Tour durch die KTV. Sie waren sehr aufgeschlossen und hatten eine Menge zu berichten.

Der Spitzwegerich: „Wegerich“ leitet sich von dem althochdeutschen Wort „wega“ ab und meint den Weg. Das Wörtchen „rich“ heißt König.

Während unserer vielen Stopps in der KTV sprachen wir immer wieder über die Wildkräuter, die zwischen den Pflastersteinen wachsen und an Zäunen erblühen.

Lindenbäume und Spitzwegerich

So erfuhr ich, dass der Spitzwegerich hervorragend bei Mückenstichen hilft. Die Lindenbäume, die häufig in der KTV anzutreffen sind, geben einen hervorragenden Tee. In diesem Fall sind es die Lindenblüten, die wohltuend sind. Der Tee wirkt schweißtreibend und hilft bei Fieber.

Ich merke immer wieder, dass ich diese ganzen Informationen wie ein Schwamm aufsauge. Aus meiner Sicht, ist es ein Wissen, das nicht verloren gehen darf.

Die Lindenblüten, so erfuhr ich es von der älteren Dame, werden am besten über die Mittagszeit gepflückt. Zu dieser Zeit sind die ätherischen Öle, die von der Blüte ausgehen, am intensivsten.

Und ich freue mich immer wieder, wenn ich durch neue Erzählungen und Erfahrungen, zur Hüterin dieses Wissens werde.

Wildkräuter in der Grünen Kombüse

Eine weitere Gelegenheit vieles über die  Wildkräuter zu erfahren, bot sich mir während eines Wildkräuter-Menüs in der Grünen Kombüse in der Rostocker Altstadt. 

Meine Freundin und ich waren schon sehr gespannt, was uns da erwartet. Und was soll ich euch sagen – es war fantastisch. Als Begrüßung gab es eine Waldmeisterlimonade. Die war so lecker, ich hätte den ganzen Krug austrinken können. 

Zu dem Menü gab es viele Informationen zu den Wildkräutern. Durch Julia-Mareike, Mitarbeiterin in der Grünen Kombüse, habe ich viel Neues erfahren. Sie hat das wirklich fantastisch gemacht. Und ich freue mich jetzt schon auf die Kräuterwanderung, die sie für den Herbst plant. Seit diesem Abend sehe ich die Scharfgarbe, den Löwenzahn und vor allem die Brennnessel in einem ganz anderen Licht. 

Als kulinarischen Augenschmaus habe ich euch mal eine kleine Gallerie mit den einzelnen Gerichten beigefügt. Lasst es euch gutgehen. 

Bis bald
Karo

 

  • Wildkräutersalat

 

 

 

 

 

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