Back to nature in Familie

Back to nature in Familie

Unser erster gemeinsamer Urlaub

Ganz spontan haben wir uns dazu entschieden, ein paar Tage Urlaub zu machen. Wichtig war uns, dass die Anfahrt kurzweilig ist und, dass es ein Ort ist, an dem wir uns wohlfühlen und in unserem Sein frei sind. Daher entschieden wir uns für den Waldhof Bruchmühle – mit dem Ergebnis…aber lest doch einfach selber.

Vollgepackt mit tollen Sachen


Nachdem wir unser Auto vollgepackt hatten, sah es aus, als würden wir für zwei Wochen verreisen. Dabei fuhren wir nur für vier Tage weg. Auf jegliches Eintreten von Wetterphänomenen bis hin zu ungewollten Begegnungen waren wir vorbereitet. Was, wenn es durchweg regnet, was, wenn es plötzlich schneit, wir schick essen gehen wollen oder Alien landen und eine Kostümparty machen wollen? Rückblickend betrachtet, haben wir es etwas übertrieben, denn ich kann jetzt schon sagen, dass wir die meiste Zeit in den selben Klamotten rumgelaufen sind. Aber wie heißt es so schön: „Was wir haben, haben wir!“

Aufgeregt und mit voller Vorfreude fuhren wir in unserer überfüllten Familienkutsche los. Das Navi, programmiert auf unser Ziel, führte uns immer weiter von unserem Zuhause fort und immer weiter zur Mecklenburgischen Seenplatte hin. Die Sonne schien und was soll ich euch sagen, MV ist ein schönes Bundesland.

Sie haben Ihr Ziel erreicht


Nach gut einer Stunde waren wir an unserem Erholungsort angekommen. Der erste Eindruck…Super. Meine Tochter war hin und weg, als sie die vielen Ponys und Pferde links und rechts auf den Koppeln sah. Hühner liefen frei herum. Schafe blökten etwas entfernt von uns und es herrschte eine Ruhe, die mich sofort runterholte.

Erholung pur: Links hinten im Bild versteckt sich unser Bungalow.

Für die nächsten vier Tage war der Bungalow Nummer vier unser Feriendomizil. Auf 35qm konnten wir schalten und walten, wie wir wollten. Was wir auch taten. Unser erster Schritt war, dass wir die zwei Einzelbetten zu einem großen Bett für die Familie zusammenstellten. Kerzen mit Kerzenhalter wurden stimmungsvoll drapiert. Das Auto ausgeräumt und der Kühlschrank eingeräumt. Als wir uns häuslich eingerichtet hatten, schauten wir uns den gesamten Waldhof an und stellten fest, dass wir für uns die richtige Entscheidung getroffen hatten.

  • Blockhütte

Alles für die Familie


Der Waldhof Bruchmühle hat ein tolles Angebot für die ganze Familie. Das war u.a. ein weiterer Grund, warum wir uns für diesen Ort entschieden hatten. Die Kinder können uneingeschränkt frei herumlaufen, auf dem Spielplatz herumtoben, Tiere füttern und einfach mal sein. Unseren ersten Tag beendeten wir mit einem köstlichen Abendessen: Nudeln mit Tomatensoße. Wir gingen zeitig schlafen, denn der nächste Tag sollte früh beginnen.

Eigentlich ist der Urlaub da, um abzuschalten, auszuschlafen und Fünfe gerade sein zu lassen. Doch alle Eltern können es bezeugen – nicht, wenn du kleine Kinder hast. Kurz nach sieben klingelte der Wecker, denn die Hoftiere hatten Hunger. Pünktlich um halb acht wurden die Kaninchen, die Hühner, die Katzen, die Schafe und das Wildschwein Finja gefüttert.

Die morgendliche Tierfütterung war ein pures Vergnügen – auf beiden Seiten.

In diesem Urlaub gönnten wir uns einen kleinen Luxus. Wir entschieden uns, jeden Morgen mit einem gefüllten Frühstückskorb vom Waldhof Bruchmühle zu beginnen. Und jedes Mal waren wir hin und weg von den selbstgemachten Marmeladen, den Bioeiern und dem frischen Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, das wir genüsslich aßen.

Wie – ich soll alleine mit dem Pony gehen


Unsere täglichen Morgen waren erfüllt von Tatendrang und viel frischer Luft, denn ab um neun ging es mit den Pferdis weiter. Striegeln, Hufe auskratzen, dem Pony Zöpfe flechten, satteln, aufsitzen, Zügel nehmen und los. Wie, alleine? Ja! Okay! Komm Berta.
In der Tat war es so, dass, nachdem die großen und kleinen Pferde fertig waren, die Reiter und Reiterinnen im Sattel saßen, man als Elternteil die Leine nahm und in der Gruppe einfach los ging. Die Pferde kannten den Weg, ich nicht, aber ich lernte ihn in diesen Tagen zusammen mit unserem Pony Berta kennen. Es war wie in den Geschichten von Bibi und Tina, nur ohne Wettrennen und Aufregung. Einfach ein gemütlicher Spaziergang mit Kind und Pony um die Koppeln herum.

Im Gänsemarsch ging es über Stock und Stein.

Das Highlight unseres Spazierganges, sowohl für meine Tochter als auch für mich, war der Teil, als wir ein längeres Stück im Trapp gelaufen sind. Das war schon etwas aufregend, denn unsere süße Madame war, obwohl sie dieses dicke Bäuchlein hatte, ganz schön schnell.


Es darf noch nicht vorbei sein


Warum ist es so? Dinge, die Spaß machen, gehen einfach immer viel zu schnell vorbei. So kam natürlich auch für uns der letzter Tag vom Urlaub näher und plötzlich war er da. So richtig Lust hatten wir nicht, weder um zu packen noch um nach Hause zu fahren. Daher entschieden wir uns kurzerhand dazu, um einen Tag zu verlängern – zur Freude unserer Kinder, denn sie fühlten sich hier pudelwohl.

Unseren letzten Ferientag beendeten wir mit Lagerfeuer und Stockbrot. Es war ein schöner Ausklang. Am nächsten Tag fuhren wir nach Hause. Auch wenn uns der Abschied schwer fiel, wussten wir doch, dass wir wieder kommen – dann aber für länger.