Alles auf Anfang

Alles auf Anfang

Tick, tack, tick, tack. Es rückt näher und näher. In weniger als 3 Stunden schreiben wir das Jahr 2021. Es warten 12 neue und frische Monate auf uns, die wir mit unserem Leben füllen können. Ganze 52 Wochen, 365 Tage und 8760 Stunden stehen uns zur freien Verfügung. Da stellt sich mir doch die Frage, wie ich diese Zeit nutzen möchte?

Am Ende eines alten Jahres, so geht es zumindest mir, lasse ich es noch mal Revue passieren, um für mich ein Resümee zu ziehen, ob ich im Großen und Ganzen zufrieden bin. Zusammengefasst kann ich sagen, hatte 2020 für mich seine ganz persönlichen Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen oftmals kurz hintereinander kamen. Da fiel es mir schwer, richtig Luft zu holen. Gleichzeitig sind aber aus diesen Tiefen, viel Wunderbares entstanden, was es etwas leichter machte, durch diese Zeiten zu gehen. Rückblickend betrachtet, war es ein auf und ab.

Es war ein Jahr, das Flexibilität und Kreativität forderte, um mit privaten wie beruflichen Situationen und Einschränkungen klarzukommen. Aber vor allem war es ein Jahr, das mir klar machte, worauf es für mich ankommt. Das ist meine Familie. Sie schenkt mir so viel Freude und Liebe, wofür ich unendlich dankbar bin. Vielleicht mag es sich für einige kitschig anhören, aber sie geben mir Kraft und verwandeln manch unschöne Erlebnisse in herzliche Momente, in denen Tränen der Traurigkeit zu Tränen der Freude wurden.
Und Umarmungen – jeder Mensch braucht sie. In Zeiten wie diesen, in denen man auf Abstand gehen soll, ist mir bewusst geworden, dass eine gute und herzliche Umarmung weit mehr ist, als ein schlichtes „Hallo“. Es ist Wohlbefinden, Ruheoase und schafft Vertrauen. Nicht zu umarmen fühlt sich falsch an.

Es war für mich ein Jahr des Hinterfragens und schier endloser Gedanken um meine Zukunft. Mein Gedankenkarussell hat mich so manches Mal in eine Sackgasse geführt und mir relativ schamlos gezeigt, dass es wichtig ist, achtsam mit seinen Gedanken umzugehen. Sie werden nämlich zu Worten und die werden zu Taten und so weiter und so fort. Die Achtsamkeit gegenüber Gedanken und Worten steht bei mir hoch im Kurs und ich bin kräftig am Innehalten und Korrigieren. Denn wie heißt es so schön: „Gesagt ist gesagt“. Und vor allem habe ich erfahren, dass es wichtig ist, einen Blick in Richtung Zukunft zu wagen, dass jedoch das Leben im Hier und Jetzt stattfindet. Alles andere wird sich fügen – dazu gehört eine große Portion Urvertrauen ans Leben.

Es war ein Jahr des Wachsens – vor allem in meiner Familie. Nicht nur, dass ich Tante geworden bin, sondern auch der Zusammenhalt innerhalb der Familie ist gewachsen. Uns wurde durch ein trauriges Ereignis die Möglichkeit geschenkt, Familie zu sein, die füreinander da ist und die sich umeinander kümmert. So traurig, wie es klingt, aber vielleicht zum allersten Mal richtig bewusst.

Ebenso ist es für mich ein Jahr der Chancen und Möglichkeiten – nicht nur für mich, sondern hoffentlich für alle anderen und jeden, der es ebenfalls erkennt bzw. erkennen mag. Privat, beruflich wie auch zwischenmenschlich – hier sehe ich großes Potenzial, in der Hoffnung, dass es sich im kommenden Jahr fortsetzt und festigt.

Wagen wir einen Ausblick ins nächste Jahr. Wie wird es? Viele hoffen natürlich, besser als das jetzige. Lassen wir uns einfach überraschen. Mein Gefühl sagt mir, dass es ans Eingemachte geht – im positiven Sinne. Ich glaube, wir erhalten die Chance, vielleicht sogar die beste Version von uns selbst zu werden – wenn wir es möchten und dafür bereit sind.

Alles ist möglich.
Guten Rutsch.

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